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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>BrandEfficiency&#xA9;</big><br/>Coaching and Processing Brand Identities<br/></p><p><small>08.1.2006,&#xA0;23:38</small><br/><b><a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/branding/mythos-management.html">_MythManagement</a></b></p><p>[<a href="http://www.martin-fritsche.ch/files/images/2006/1/30/mob41_1136967374.gif">bild</a>]<br/>
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Markenf&#xFC;hrung ist Mythos Management<br/>
Marken sind empfindliche Konstruktionen. Um Marken &#xFC;ber verschiedene Generationen von immer schneller fluktuierenden Management-Teams, Fusionen, Restrukturierungen, Haussen und Baissen zu f&#xFC;hren, ist ein Managementsystem von N&#xF6;ten, welches das stete Erfassen der Markenvitalit&#xE4;t auf allen relevanten Management-Ebenen erlaubt und jederzeit gezielte Justierungsmassnahmen erm&#xF6;glicht. MythManagement besteht darin, die Marke sowohl strategisch als auch operativ als Mythos aufzufassen und zu steuern.<br/>
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I can't get no satisfaction<br/>
Starke Marken treten auf wie fabelhafte Akteure, die &#xFC;ber so zauberhafte F&#xE4;higkeiten verf&#xFC;gen wie z.B. weisser als weiss zu waschen, mit der Aufforderung &#x201E;just do it&#x201C; Allmacht zu verleihen oder mit den Anti-aging-Produkten der Kosmetikindustrie ewige Jugend zu verheissen. So gesehen lassen sich Marken als Mythen mit kommerziellen Absichten beschreiben. Marken sind die Erl&#xF6;ser aus dem sich st&#xE4;ndig selbst erzeugenden Mangelgef&#xFC;hls unserer &#xDC;berflussgesellschaft: Das &#x201E;I can get no satisfaction&#x201C; ist l&#xE4;ngst zum Slogan von Generationen saturierter M&#xE4;rkte und Konsumenten geworden.<br/>
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Mythen erkl&#xE4;ren das Unerkl&#xE4;rliche<br/>
Mythen erkl&#xE4;ren seit Menschengedenken die Ordnung der Welt. &#x201E;Der dem Mythos beigelegte innere Wert stammt daher, dass diese Ereignisse, die sich ja zu einem bestimmten Zeitpunkt abgespielt haben, eine Dauerstruktur bilden.&#x201C; In der christlich abendl&#xE4;ndischen Kultur l&#xE4;sst sich z.B. die Vertreibung aus dem Paradies als Erkl&#xE4;rungsmythos unserer Arbeitsethik interpretieren: Vertrieben aus dem Paradies sind wir verdammt, unser Brot im Schweisse unseres Angesichts zu verdienen, unsere Nachkommen unter Schmerzen zu geb&#xE4;ren und, entrissen aus unserer &#x201E;metaphysischen Geborgenheit&#x201C;, bis zu unserem Tod in Sehnsucht nach Erl&#xF6;sung zu brennen. Somit ringen wir um die &#xDC;berwindung des Gegensatzes von so existentiellen Gegens&#xE4;tzen wie Leben und Tod, Kultur und Natur, Gef&#xFC;hl und Verstand, Lust und Liebe, Sicherheit und Abenteuer, Memento Mori und Carpe Diem oder Stoizismus und Hedonismus. Hier setzt der Mythos ein als Mediation zwischen dem realistisch Unausweichlichen (z.B. dem Tod) und der Sehnsucht nach immerw&#xE4;hrendem Gl&#xFC;ck (z.B. des ewigen Lebens).<br/>
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Die Marke ist der Held<br/>
Doch um sich aus den Widerspr&#xFC;chen des Daseins zu befreien, helfen letztlich nur Tricks und Zaubereien. So musste der altdeutsche Held Siegfried im Drachenblut, im Blut eines mythischen Wesens, baden, um die Opposition zwischen Leben und Tod zu &#xFC;berwinden. Er musste selbst zum mythischen Wesen werden. Genauso wie sich die blutige Macht ganzer Herrscherdynastien nur durch &#x201E;Gottes Gnaden&#x201C; oder die Hegemonialkriege der USA unter der zweiten Bush-Administration aufgrund der Opposition zwischen Gut (&#x201E;new world order&#x201C;) und B&#xF6;se (&#x201E;axis of evil&#x201C;) legitimierten. Die Pers&#xF6;nlichkeit des Helden (Brand Personality) ist gepr&#xE4;gt durch seine Herkunft (Brand Heritage), seine Attribute wie Pers&#xF6;nlichkeitsmerkmale und Stil (Brand Values, Brand Design, Brand Character, Brand Style) machen ihn unverkennbar. Seine &#x201E;Feinde&#x201C; sind die Mitbewerber (Competitors), gegen&#xFC;ber denen er sich behaupten muss. Sein mythisches Werkzeug, sein unbezwingbares Schwert, sein Zaubertrank oder sein Zauberstab beschreiben sein einzigartiges Produkt (Unique Product Performance, Unique Selling Proposition, Unique Advertising Proposition), mit dessen Hilfe das verheissene Gl&#xFC;ck (Brand Proposition) erreicht werden kann. Und die zu erobernde Prinzessin kann als die Zielgruppe mit ihren spezifischen Anspr&#xFC;chen aufgefasst werden. Die Antwort auf die Frage, wer (Marke) verspricht wem (Consumer) &#xFC;berzeugender als alle andern (Competitors) die Erl&#xF6;sung aus einem zielgruppenspezifischen Spannungsfeld, f&#xFC;hrt zu einem alleinstellenden, &#xFC;berzeugenden und relevanten Markenversprechen.<br/>
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Mythos Management heisst Story Telling<br/>
Sind die Voraussetzungen eines Mythos geschaffen, d.h. ist der &#x201E;Held&#x201C; definiert, sind die &#x201E;Feinde&#x201C; geortet, die &#x201E;Prinzessin&#x201C; erkoren und die &#x201E;Wunderwaffe&#x201C; gew&#xE4;hlt, muss der Mythos erz&#xE4;hlt werden, der die Marke ber&#xFC;hmt und ruhmreich macht. Eine pr&#xE4;zis positionierte Marke ist bekannt f&#xFC;r den Mythos, f&#xFC;r den sie steht. &#x201E;Mythen sind Geschichten von hochgradiger Best&#xE4;ndigkeit ihres narrativen Kerns und ebenso ausgepr&#xE4;gter marginaler Variationsf&#xE4;higkeit.&#x201C; Die Forschung zeigt, dass der gleiche Mythos in sehr vielen, jeweils unvollst&#xE4;ndigen Varianten erz&#xE4;hlt wird. Doch erst die Gesamtheit aller Varianten bringt den vollst&#xE4;ndigen Mythos hervor. Mythen werden gesungen, deklamiert, erz&#xE4;hlt, gespielt, auf W&#xE4;nde geritzt, niedergeschrieben, kopiert, ausgebaut und umgeschrieben. Dadurch f&#xE4;chern sich Mythen in die verschiedensten Manifestationsformen auf. Doch bereits ein einziges Fragment eines Mythos muss ausreichen, um die ganze Brand Story hervor zu rufen. Dieses eine Bruchst&#xFC;ck enth&#xE4;lt alle entscheidenden Codizes, um den Gesamtmythos aufleben zu lassen. D.h. der Mythos, bzw. die Marke, muss alleine aufgrund von situativen Erscheinungsformen rekonstruiert werden k&#xF6;nnen. Jede einzelne Kommunikationsmassnahme muss immer die ganze Geschichte im Kopf der Konsumenten ausl&#xF6;sen und sich in einen eindeutigen Bedeutungszusammenhang f&#xFC;gen.<br/>
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Du bist die Marke - Du bist der Held<br/>
Pers&#xF6;nlichkeit und Kontext der Marke m&#xFC;ssen m&#xF6;glichst allen Mitarbeitenden eines Unternehmens in Fleisch und Blut &#xFC;bergehen. Sie sind die Marke in allem, was sie tun. Die Identifikation mit der Markenpers&#xF6;nlichkeit im Kontext von Mitbewerbern, Zielgruppen und Produktqualit&#xE4;ten ist die Voraussetzung, dass s&#xE4;mtliche Repr&#xE4;sentanten der Marke immer auch im Sinne des Helden handeln. In der Identifikation mit der Marke zeigt sich die Unternehmenskultur als tragende Konstituente f&#xFC;r den Markenerfolg. &#x201E;Der Begriff Kultur umfasst im Wesentlichen alle symbolischen Bezugspunkte und Gewissheiten, an denen wir Menschen uns im allt&#xE4;glichen Reden und Handeln in einer selbstverst&#xE4;ndlichen Weise orientieren und auf die wir uns verlassen k&#xF6;nnen." (R&#xFC;egg-St&#xFC;rm: Das neue St. Galler Management-Modell. Haupt 2002, S. 55)<br/>
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Lebendige Mythen f&#xFC;r eine gesunde Markenvitalit&#xE4;t<br/>
Markenf&#xFC;hrung heisst, den Mythos der Marke permanent erz&#xE4;hlen. Nicht nur der Kommunikationsmix, sondern das Management s&#xE4;mtlicher Manifestationen des Markenmythos hat darauf zu zielen, die grundlegenden Codes der Marke auf allen Ebenen zu repr&#xE4;sentieren und den gegebenen Herausforderungen zeitlich und inhaltlich koordiniert anzupassen. Welchen Manifestationsmix das Brand Management w&#xE4;hlt, ist die Konsequenz aus der sorgf&#xE4;ltigen Pr&#xFC;fung aller Bezugsfaktoren. Es m&#xFC;ssen kurzfristige Manifestationen wie taktische Werbemassnahmen mit langfristigen Massnahmen wie z.B. der Publishing-Strategie von Gesch&#xE4;ftsberichten in Einklang gebracht werden. Corporate Governance ist ebenso ein Thema des Brand Managements wie die kontinuierliche Beziehungspflege zu den Medien. Mythos-Management heisst aber auch die Integration von interner Kommunikation und dem Umgang mit den Partnern aus den Zulieferm&#xE4;rkten, den Finanz-, den Personal- und den Absatzm&#xE4;rkten. Dies erfordert, sich immer wieder dar&#xFC;ber Rechenschaft abzulegen, inwiefern sich Held und Mythos an neue Bedingungen des Marktes und der Gesellschaft anpassen, ohne den &#x201E;Genetischen Code&#x201C; der Marke zu verletzen. Je genauer der Markenmythos von den Repr&#xE4;sentanten der Marke internalisiert wird, desto widerstands- und innovationsf&#xE4;higer kann die Marke in Zeiten beschleunigten Wandels gef&#xFC;hrt werden.<br/>
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<a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/exturl/http/www.martin-fritsche.ch/files/MythManagement.pdf">Download Article "Myth Management"</a><br/>
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<a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/exturl/http/www.martin-fritsche.ch/files/mythos_messe_1104.pdf">Download Article "Mythos Messe"</a><br/>
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MythManagement on<br/>
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[<a href="http://www.martin-fritsche.ch/files/images/2010/11/30/mob100_1289830140.gif">bild</a>,&#xA0;<a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/exturl/http/old.ci-portal.de/04ansichten/04_172.html">link</a>]&#xA0;</p><p><small><a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/branding/mythos-management.html">Kommentare</a>&#xA0;(0)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/branding">Branding</a><br/></small></p><p><a href="http://www.martin-fritsche.ch/mobile/p11.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
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